Aufruf zur Mitwirkung: Deine Geschichte zählt!
Für unsere Ausstellung „Was ist denn schon normal?“ zum Themenfeld Körper, Geschlechter und Sexualitäten suchen wir Menschen aus Duisburg, die ihre persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Objekte mit uns teilen möchten.
Wir interessieren uns für Erfahrungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert – für Geschichten, Fotos, Briefe und Gegenstände von Menschen, die als „anders“ oder „nicht normal“ galten und dennoch lebten, liebten, kämpften und den Alltag mitgestalteten.
Ob aus der queeren Community, der Behinderten- oder Frauenbewegung, ob als alleinerziehende Person, Sexarbeitende*r, Schwarze Person oder Person of Color, als Mensch mit Behinderung oder als Betroffener von Ausgrenzung und Gewalt – deine Perspektive ist wichtig. Vielleicht möchtest du deine eigene Geschichte teilen, die deiner Familie oder deiner Freund*innen.
Denn: Was ist eigentlich „normal“?
Die Ausstellung zeigt, wie Vorstellungen von Körper, Geschlecht und Sexualität entstanden sind – und dass sie sich stetig verändern. Anhand von Beispielen aus Duisburg, verbunden mit globalen Entwicklungen und persönlichen Erzählungen, spannt sie einen Bogen von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart.
Sie macht sichtbar, dass es schon früh Räume für Menschen gab, die anders lebten als die gesellschaftliche Norm. Gleichzeitig thematisiert sie die massive Ausgrenzung und Gewalt während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Zeit nach 1945, dem langen Kampf um Anerkennung, ersten Erfolgen und wachsender Sichtbarkeit. Historische Perspektiven werden dabei mit aktuellen Fragen zu Vielfalt, Inklusion und Selbstbestimmung verknüpft.
Duisburg war schon immer vielfältig! Genau diese Vielfalt wollen wir in unserer Ausstellung sichtbar machen.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander.

„Ich muss oft an die erste Pride-Flagge denken, die vor dem Duisburger Rathaus wehte. Ein Regenbogen an einem Ort, der für Ordnung, Verwaltung und vermeintliche Neutralität steht – und plötzlich für Sichtbarkeit, Mut und Zugehörigkeit. Für viele war es nur ein Stück Stoff im Wind. Aber für die Personen, die damals dafür sorgten, dass sie gehisst wird, war es ein Moment, in dem etwas Inneres nach außen treten durfte. Genau diese Flagge wird ein Ausstellungsobjekt sein: getragen von Wind und Geschichte, aufgeladen mit Erinnerungen an einen Tag, an dem Duisburg ein kleines Stück offener wurde. Solche Objekte suchen wir – Dinge, die mehr erzählen, als man auf den ersten Blick sieht.“
Kuratorin Christa Frins
Mach mit!
Wir freuen uns auf deine Geschichte. Melde dich bis zum 31. Juli 2026 bei uns – per E-Mail: zfe@stadt-duisburg.de oder telefonisch (0203 283 2640).
Wir freuen uns auf deine Geschichte und deine Objekte, die wir gerne für die Zeit der Ausstellung als Leihgabe in unsere Obhut nehmen (inkl. Versicherung etc.). Dies ist auch anonym möglich.
Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Marie Vetter, Clara Gold und Christa Frins







