Duisburger Polizisten im NS-Staat

Teil 1: Täterforschung im Arbeitskreis Antiziganismus des Zentrums für Erinnerungskultur Seit 2015 beschäftigen wir uns im Zentrum für Erinnerungskultur mit der Verfolgung der Duisburger Sinti in der NS-Zeit. Dabei versuchen wir Lebenswege zu rekonstruieren und diese in Veranstaltungen und Publikationen öffentlich zu machen. Unser Fokus liegt dabei zum einen auf den Verfolgten, zum anderen aber…

Von den Akten zur Begegnung: Wie aus einer Recherche ein Begegnungstreffen mit Nachfahren von Holocaustüberlebenden wurde  

Von den Akten zur Begegnung: Wie aus einer Recherche ein Begegnungstreffen mit Nachfahren von Holocaustüberlebenden wurde Von Christina van Laack, Redaktion Robin Richterich   Aus Anlass des Gedenktages an die Novemberpogrome 1938 veröffentlicht das Kultur- und Stadthistorische Museum mit dem Duisburger Zentrum für Erinnerungskultur den folgenden Text. Es ist Freitagmorgen, der 1. April 2022. Dreißig…

Mit Streifenwagen und Schreibmaschinen – Kriminalkommissare vor, während und nach der NS-Zeit

Mit Streifenwagen und Schreibmaschinen – Kriminalkommissare vor, während und nach der NS-Zeit Zur Wanderausstellung „Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920 – 1950“ im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Duisburg (25. Oktober 2022 bis 6. Januar 2023) Mit großer rassenideologischer Überzeugung verfolgte Anne Pillmann, hier ein Foto aus der Duisburger Personalakte von 1942, „Berufsverbrecher“ und Duisburger…

Von „Friedrich Ebert“ zu „Adolf Hitler“. Umbenennungen von Straßennamen in der Zeit des Nationalsozialismus

Umbenennungen von Straßennamen in der Zeit des Nationalsozialismus Oberstraße, Niederstraße, Beekstraße (Beeke = Bach, in Anlehnung an den nahen Dickelsbach) – seit der Frühen Neuzeit bieten Straßennamen und -schilder Orientierung innerhalb der Stadt, auch in Duisburg. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Schilder zunehmend für Ehrungen und Erinnerungen genutzt. Zunächst machte sich der Einfluss von…

Gedenkvideo: In memoriam Alfred Ledermann

In memoriam Alfred Ledermann Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie erinnert das Zentrum für Erinnerungskultur (ZfE) wieder an Duisburger Biografien. Im Auftrag des ZfE hat der Duisburger Poetry Slammer Abdul Kader Chahin (AK Chahin) einen beklemmenden Text über den Duisburger Alfred Ledermann verfasst, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung in der NS-Zeit verfolgt…

History revisited – Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert

History revisited – Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert Eine Online-Vortragsreihe des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie Unter dem Eindruck des brutalen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine veranstaltet das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie der Stadt Duisburg im Mai und Juni eine Online-Vortragsreihe zur Geschichte der Ukraine…

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Besuch im ZfE

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Besuch im ZfE Anfang September besuchte uns Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, um die Arbeit des Zentrums für Erinnerungskultur kennenzulernen. Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart gehört zu den einschlägigen Themen des Zentrums und wird auch von vielen Lehrer/innen in Duisburg für Workshops und Ausstellungsbesuche angefragt. Robin Richterich…

„…und ich werde heute die Wahrheit darüber sagen!“ Ein Interview mit Walter Kaufmann

„…und ich werde heute die Wahrheit darüber sagen!“ Ein Interview mit Walter Kaufmann   Am 15. April dieses Jahres verstarb mit dem Schriftsteller Walter Kaufmann wahrscheinlich einer der letzten Duisburger Holocaust-Überlebenden. Walter Kaufmann (*1924) war Adoptivsohn von Johanna und Dr. Sally Kaufmann, des letzten Vorsitzenden der liberalen jüdischen Gemeinde Duisburg. Er war Schüler am Steinbart-Gymnasium…

Mario Reinhardt spricht über die NS-Verfolgung seiner Duisburger Sinti-Familie

Mario Reinhardt spricht über die NS-Verfolgung seiner Duisburger Sinti-Familie Der Völkermord an den europäischen Sinti und Roma gilt als der vergessene Holocaust. Der Duisburger Sinto Franz Lehmann (1922–1992) überlebte den Völkermord. Sein Enkel, Mario Reinhardt, berichtet in diesen Videos über die Verfolgung der Familie Lehmann, das Leben in der Nachkriegszeit und die Gegenwart rassistischer Diskriminierung.…

Poetry Slammer AK: in memoriam Rabbiner Markus Jakob Bereisch

Poetry Slammer AK: in memoriam Rabbiner Markus Jakob Bereisch Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus hat der Duisburger Poetry Slammer Abdul Kader Chahin (AK) im Auftrag des Zentrums für Erinnerungskultur einen Text für den orthodoxen Rabbiner Markus Jakob Bereisch (1895–1976) verfasst. Der Vorsteher der ostjüdischen Gemeinde wurde im März 1933 von SS-Männern in…

78. Jahrestag des „Auschwitz-Erlass“

78. Jahrestag des „Auschwitz-Erlass“ Wir erinnern heute an die Deportation von mehreren Dutzend Sinti in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Heute vor 78 Jahren unterzeichnete Heinrich Himmler den sog. „Auschwitz Erlass“, der die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Europa ins Vernichtungslager anordnete. Dies betraf auch die noch in Duisburg verbliebenen Sinti. Wie schon bei der…

Frisch aus dem Druck…

Frisch aus dem Druck … Pünktlich zur Wiedereröffnung des Museums ist auch die Begleitbroschüre zur Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung  des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma fertig geworden. Sie gibt einen Überblick über die Verfolgung der Duisburger Sinti in der NS-Zeit.…